Welch ein Jahr liegt da hinter uns?!

Aktualisiert: Mai 25

von Jens Gnad


Wenn man das zurückliegende Jahr rein wirtschaftlich betrachtet, sind wir bei LOGIC mit einem blauen Auge davongekommen. Wir hatten die Chance das zu erwirtschaften, was wir benötigten, um alle Gehälter zu zahlen, neue Mitarbeiter einzustellen und das eine oder andere Experiment zu wagen.


Nur glücklicherweise ist es eben nicht nur der wirtschaftliche Aspekt, der uns antreibt, sondern auch der Wille bei unseren Kunden etwas Sinnvolles zu bewirken. Wir wollen unseren Kunden in diesen hochkomplexen Zeiten in der Medienwelt helfen, ihren Mehrwert zu identifizieren und diesen dann zu realisieren. Dafür verfügen wir über eine Auswahl an hochprofessionellen und zuverlässigen Partnern, mit denen wir diese Projekte umsetzen.


Aber was bringt uns das alles, wenn das, was in dieser disruptiven Transformation im Zentrum steht, nicht mehr so eingesetzt werden kann wie zuvor – der Mitarbeiter, der Ideengeber, der Kollege, der Wissensarbeiter, schlicht der Mensch.


Im Jahr 2020 habe ich persönlich gelernt was es heißt Menschen zu verstehen, sie zu akzeptieren und dabei an meine eigenen mentalen Grenzen zu gehen. Nie war ich zum Ende eines Jahres dermaßen ausgelaugt und müde. Nur frage ich mich, wieso und was könnte man tun, dass es besser wird.


Zurückblickend habe ich vermutlich vier bis sechs Stunden pro Woche damit verbracht mit mir selbst oder meinem Geschäftspartner, dem ein ausgesprochener Dank an dieser Stelle gilt, dass er mich in diesem Jahr ertragen hat, neue Ideen zu verproben wie wir Kunden erreichen, Projekte komplett remote umsetzen, Verhandlungen sinnvoll in Videokonferenzen gestemmt bekommen oder selbstverständlich unsere Mitarbeiter bei der Stange halten.


Freitagsbier, virtuelle Weihnachtsfeier, kleine Aufmerksamkeiten zwischendurch, finanzielle Unterstützung, Büroregeln zum Schutz der Mitarbeiter, freie Tage für Kinderbetreuung, tägliche firmenweite Videokonferenz für einen gemeinschaftlichen Austausch, besondere Betrachtung der persönlichen Situation alleinlebender Mitarbeiter, um soziale Vereinsamung zu vermeiden und, und, und.


Man möge mich nicht falsch verstehen, wir haben das gerne gemacht und es war auch auf jeden Fall notwendig. Es sind die Extrameilen, die man als verantwortungsvoller Mensch gehen sollte, wenn man andere zu gleichem motivieren möchte.


Unser Team hat im Jahr 2020 unfassbares geleistet. Man stelle sich vor, dass man aus einem Status Quo, der sehr gut eingeschwungen war, solch eine drastische Änderung durchführt und nahezu alles läuft reibungslos weiter. Das funktioniert nur, wenn alle die gleiche Einstellung und das Verständnis für unsere Mission haben.


Kollegen, ich weiß ihr seid nahezu alle zum Ende des Jahres auf dem Zahnfleisch gelaufen und wir möchten euch dafür danken, dass alle durchgehalten haben.


2021 startet vermutlich recht schwer, wird aber sicher bedeutend besser enden als 2020. Im Jahr 2022 wird LOGIC 25 Jahre alt und wir versprechen euch schon jetzt, dass wir dann alle Partys, die wir haben liegen lassen oder auch noch liegen lassen werden müssen, nachholen werden.


Wir sind stolz auf euch!


Jedoch möchte ich auch unseren Partnern, sowohl Kunden als auch Hersteller, danken, da sie ebenfalls alles gegeben haben und sich trotz der erschwerten Situationen an die guten Zeiten zuvor erinnerten.


Es ist leicht in einer Extremsituation alles Vorherige, was wunderbar lief, auszublenden und sich auf das Negative zu konzentrieren. Es erfordert jedoch Größe und Weitsicht auch schwierige Zeiten gemeinsam zu durchstehen und nicht sofort die Strategie zu ändern, wenn der Wind von vorne weht.